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  Chronik von Januar 1958 bis August 2009


Am 6.Januar 1958, also mitten in der Karnevalssession, wurde in der Gaststätte Haus Dominik in Erftstadt-Köttingen eine „neuartige“ Tanzgruppe mit einem singenden Steuermann gegründet. Sie hatte es sich damals wie heute zur Aufgabe gemacht, den Menschen durch ihre Tanzdarbietungen Freude zu bereiten. Und dies nicht nur in der Karnevalszeit, sondern das ganze Jahr über bei vielen Veranstaltungen in und um Erftstadt.
Trat man 1958 noch mit nur einem Tanz auf und wurde dabei nur von einem Mariechen unterstützt, waren es ein Jahr später bereits zwei Tänze und zwei neue Mariechen. Die Tänze wurden über viele Jahre von Peter Bitter, dem damaligen Initiator und Mitbegründer und heutigem Ehrenpräsidenten, entworfen.
Mit 16 Jungen und Mädchen wurde in unermüdlichem Training jeder Tanz immer weiter verbessert. Aber nicht nur mit den Erwachsenen wurde gearbeitet und trainiert.
Bereits 1959 wurde eine Jugendgruppe gegründet und es fanden die ersten zwei Kindersitzungen statt. Die Zeit des Zuwachses lies nicht lange auf sich warten. Dies bewirkte innerhalb des Vereins einen raschen Aufstieg.
Schon früh erkannte der Vorstand, dass nur durch gute und gezielte Jugendarbeit ein Fortbestehen des Vereins zu gewährleisten war. So rief man 1960 die erste Kinder- und Jugendtanzgruppe ins Leben, nach dem Vorbild der „Großen“.
1961 hatte man, nachdem man eine Balletmeisterin engagiert hatte, mit der Rumba einen dritten Tanz in das Programm aufgenommen. Jeder Auftritt war ein Erfolg und überall wurde die Tanzgruppe Rheinflotte Blaue Jungs stürmisch gefeiert. Man brauchte im damaligen „Landkreis Köln“ keine Konkurrenz fürchten.
1962 wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Karl Schmitz als Ausbilder und 2. Vorsitzenden die erfolgreiche Vereinsarbeit fortgesetzt.
1963 feierte man mit mehreren Veranstaltungen sein erstes Vereinsjubiläum und die aktiven Mitglieder und ihre Ehefrauen (bei den Erwachsenen hatte man ja nur Männer, daher auch der Name „Blaue Jungs“) mit „einem schönen Orden“ ausgezeichnet. Schon damals gab es anlässlich des 5-jährigen Jubiläums eine erste kleine „Festschrift“ (kann gegen eine Gebühr von 2,50 Euro erworben werden).
1970 nahm die Tanzgruppe der Rheinflotte Blaue Jungs auf Anregung des KRE (Karnevalsverband Rhein-Erft) das erste Mal an Deutschen Meisterschaften des BDK (Bund Deutscher Karneval) teil.
1972 konnte man dann in Düren durch das Erringen der ersten Deutschen Meisterschaft im Schautanz die ersten Früchte aus der vorbildlichen Trainingsarbeit ernten. In der ZDF-Sendung „Narren nach Noten“ hatte die Tanzgruppe der Rheinflotte Blaue Jungs ihren ersten Fernsehauftritt.
Es blieb nicht bei einem Meistertitel, man hatte „Blut geleckt“ und wollte Mehr. Und es wurde Mehr. So konnte man in den Folgejahren noch viele Deutsche Meistertitel feiern.
1973 Deutscher Meister im Schautanz (Senioren) in Karlsruhe
1974 Deutscher Meister im Schautanz (Senioren) in Kiel
1975 Deutscher Meister im Schautanz (Senioren) in Kassel
1975 Deutscher Vizemeister im Marschtanz (Senioren) in Kassel
Im selben Jahr konnte man mit seiner Schaudarbietung sogar auf europäischer Ebene an den damaligen Europameisterschaften teilnehmen und wurde Vize-Europameister.
1976 Deutscher Meister im Schautanz (Senioren) in Bonn
1976 Deutscher Vizemeister im Marschtanz (Senioren) in Bonn
Da die Rheinflotte Blaue Jungs durch ihre unzähligen Auftritte weit über das Stadtgebiet hinaus die Stadt Erftstadt bekannt machte, entsprach der damalige Stadtrat dem Antrag, den Standort des Vereinsheims in „Rheinflottenplatz“ umzubenennen. Am 3. Oktober 1977 fand die offizielle Namensgebung statt.
Kurz darauf dachte man, es bricht alles zusammen. In der Nacht des 24.10.1977 brannte das Vereinsheim der Rheinflotte Blaue Jungs bis auf die Grundmauern nieder. Viele Requisiten und Erinnerungsstücke mit teilweise hohem ideellem Wert fielen den Flammen zum Opfer. Jetzt hieß es, den Blick nach vorne richten und in die Hände spucken. Die Stadt Erftstadt, viele Spender und noch viel mehr Helfer machten es möglich und es entstand ein neues Vereinsheim, moderner und schöner als je zuvor. Man ließ sich von diesem Verlust auch nicht demotivieren; die Meisterschaftskämpfe gingen weiter und so konnte man noch vor Wiedereröffnung des neuen Vereinsheims einen weiteren Titel gewinnen.
1977 Deutscher Meister im Schautanz (Senioren) in Nürnberg
1977 Deutscher Meister in der Schaudarbietung (Junioren) in Kassel
1977 Deutscher Vizemeister im Marschtanz gemischte Garden (Senioren) in Kassel
1978 Deutscher Meister in der Schaudarbietung (Senioren) in Saarbrücken 1978 Deutscher Meister im Schautanz (Junioren A) in Karlsruhe
1978 Deutscher Vizemeister der Tanzpaare (Senioren) in Karlsruhe
1979 Deutscher Meister in der Schaudarbietung (Junioren) in Kassel
Und 1980 war es dann endlich soweit. Die Wiedereröffnung des neuen Vereinsheims wurde gefeiert. Viele fleißige Hände haben dazu beigetragen, dass die „Nacht des Feuers“ jetzt schnell vergessen werden konnte.
Es ging weiter mit dem Leistungssport. 1980 erreichten Waltraud Koenzer und Albert Krings zum wiederholten Male eine gute Platzierung im Senioren Paartanz. Ab 1981 konnte man sich dann voll auf die Meisterschaftskämpfe konzentrieren.
1981 Deutscher Meister in der Schaudarbietung (Senioren) in Duisburg
1981 Deutscher Meister in der Schaudarbietung (Junioren A) in Saarlouis
1982 Deutscher Meister in der Schaudarbietung (Junioren A) in Neuenkirchen/Steinfurt
Bis 1983 seitens des BDK der akrobatische Tanz aus den Turnieren gestrichen wurde, beherrschte die Rheinflotte Blaue Jungs die Turniere fast nach Belieben. Durch das Verbot der Akrobatik fehlte den Aktiven plötzlich die Grundlage für weitere Erfolge. Somit war der Rheinflotte die Möglichkeit genommen, ihrer Stärke - den Akrobatischen Tanz – bei Turnieren unter Beweis zustellen.
Dennoch wurde der Kopf nicht in den Sand gesteckt und man feierte vom 4. bis zum 6.November 1983 das 25-jährige Vereinsjubiläum (auch diese Festschrift kann als Replika für 3,50 Euro erworben werden). Es wurde weiter gearbeitet und trainiert. Außerhalb der Turniere konnte man mit seinen extravaganten Schaudarbietungen das Publikum weiterhin begeistern.
1984 Deutscher Meister im Jugend Tanzmariechen in Bellheim.
Die Gesundheit, der Beruf und manchmal auch familiäre Gründe ließen die Tanzgruppe schrumpfen, ohne dass schnell genug entsprechender Nachwuchs nachrückte. Es wurde wieder eine neue Kindertanzgruppe aufgebaut, die aus der "Jugend" sowie den "Junioren" bestand und heute noch besteht. Zwischenzeitlich tanzten wieder über 40 Kinder in der Rheinflotte.
Man besuchte unzählige befreundete Vereine und trat auf den größten Bühnen im Rheinland auf und immer wieder konnte man das Publikum begeistern. Einzelne Meisterschaftskämpfe gab es aber auch dann noch.
1997 Rhein-Erft-Vizemeister Jugend Tanzpaare - Bianca Fasbender und André Ismar.
1998 Rhein-Erft-Meister Jugend Tanzpaare - Bianca Fasbender und André Ismar.
Neben dem Tanzen gibt es aber auch verschiedene andere Aktivitäten wie zum Beispiel regelmäßige Fahrradtouren, jedes Jahr eine Weihnachtsfeier, den Sommerball, die Karnevalseröffnung (immer am 11ten im 11ten) oder den Kostümball. Über alle Aktivitäten und Termine informiert bereits seit Januar 1999 eine eigene Internetseite (www.rheinflotte.de).
1999 Rhein-Erft-Meister Junioren-Mariechen - Bianca Fasbender.
Die Rheinflotte veranstaltet für die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen regelmäßig Wochenendausflüge, die seit 2004 als Trainingscamps organisiert werden.
Heute tanzen annähernd 40 Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene in den drei Gruppen. Die Truppe verfügt über fünf Trainer(innen) und trainiert u.a. wieder für die Teilnahme an den verschiedensten Turnieren im Gardetanz, Schautanz, Paartanz sowie im Einzel.
Neben der Kindertanzgruppe gibt es auch wieder eine "Aktiven-" Gruppe (so heißen heute die Senioren), die sich sehr engagiert auf ihr Programm vorbereitet.
Seit 2005 nehmen die drei Altersgruppen wieder an verschiedenen Stadt- und Qualifikationsturnieren teil. Aber leider musste man feststellen, dass man mit den inzwischen in die Jahre gekommenen Kostümen gegen die modernen und aufwändigen Kostüme der anderen Vereine keine Chancen mehr hatte. Selbst gute Leistungen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Kostüme überaltert waren. So entschied man sich 2006, mit Unterstützung der Eltern, für die gesamte Truppe neue Kostüme anzuschaffen. Fünfstellige Beträge wurden in die neue Ausstattung investiert und man strahlte wieder und brauchte sich nicht mehr vor den anderen Tanzgruppen zu verstecken. So ausgestattet konnte man neben ersten und zweiten Plätzen 2008 auch die Rhein-Erft-Meisterschaft (Junioren) bzw. die Rhein-Erft-Vizemeisterschaft (Aktive) wieder nach Erftstadt holen. Außerdem treten die Mädchen und Jungen während und außerhalb der Session auf den Bühnen im ganzen Land zu den verschiedensten Anlässen auf. Aber nicht nur Training und Auftritte sind im Jahreskalender Rheinflotte aufgeführt. Neben den kleineren Abwechslungen, zu denen im Sommer evtl. gemeinsame Besuche der verschiedenen Eisdielen oder der „Dankeschönbesuch“ bei McDonalds gehören, bei denen die Großen immer ein tolles Organisationstalent beweisen, fahren die Kinder und Jugendlichen regelmäßig in die verschiedenen Freizeitparks.
Nachdem man 2008 das Trainingscamp aus Termingründen das erste Mal im eigenen Vereinsheim (mit Trainingsmöglichkeiten in der Peter-May-Halle) durchgeführt hat, steht für die Truppe fest: „Das war das beste Trainingscamp überhaupt“ und „Das nächste Mal machen wir das wieder hier in unserem Vereinsheim“. Und so wurde das Vereinsheim zur „Jugendherberge mit „Großem Schlafsaal“ umfunktioniert.
Leider sind die Zeiten vorbei, in denen die Tanzgruppe durch ihre Auftritte noch so viel Geld „eintanzen“ konnte, dass daraus alle Aktivitäten finanziert werden konnten. Noch 1991 konnte die Rheinflotte Verträge für einzelne Auftritte abschließen, in denen 1.200 DM als Honorar vereinbart wurden. Heute werden sehr oft kaum die Buskosten erwirtschaftet und der Verein in, wie viele andere Vereine auch, auf Spenden der Freunde und Förderer angewiesen.
Aber seit 2007 ist die Rheinflotte Blaue Jungs auf Grund Ihrer Brauchtumspflege und der aktiven Jugendarbeit (vorläufig) als gemeinnütziger Verein anerkannt. Jetzt kann man auch an solche Sponsoren herantreten, die über verschiedene Förderprogramme diese aktive Arbeit unterstützen.
2008 feierte man im Oktober drei Tage lang das 50-jährige Bestehen der Rheinflotte Blaue Jungs und im Rahmen dieser Feier wurde das erste Gardetreffen mit großem Erfolg veranstaltet. Rund 1000 Teilnehmer aus Nah und Fern kamen nach Erftstadt-Köttingen in die Peter-May-Halle und präsentierten ihr Können.
Nach einer für die Tanzgruppe aufregenden Session 2008/2009 wurde am 22.März 2009 (Halbfasten) das Vereinsheim im Rahmen einer sehr schönen Feier zu Ehren des Ehrenpräsidenten, Ehrenkapitän und Ehrenvorsitzender der Rheinflotte Blaue Jungs in „Peter-Bitter-Heim“ umbenannt.
In der Jahreshauptsammlung am 23.April 2009 hat die Mitgliederversammlung einstimmig eine neue Vereinsatzung sowie eine eigene Satzung für die immer größer werdende Jugendorganisation (Tanzgruppe) verabschiedet. Die Tanzgruppe umfasst am Tag der Jahreshauptversammlung 40 Mädchen und zwei Jungs und es gibt viele, die Interesse geäußert haben, sich dieser „Truppe“ anzuschließen.
Nachdem 2008 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums das erste Mal ein Gardetreffen veranstaltet wurde und dieses bei den Teilnehmern auf großes Interesse stieß, beschloss der Vorstand im Frühjahr 2009, dass es das Gardetreffen von nun an jedes Jahr geben soll. Und da Karnevalisten langfristig planen (müssen), hat man die Termine schon einmal bis 2010 festgelegt.
Auch das zweite Gardetreffen war wieder ein voller Erfolg. Und natürlich nutzte die Rheinflotte dieses Gardetreffen erneut, um weitre Freundschaften mit anderen Vereinen zu schließen. So erhielt die Rheinflotte viele Einladungen zu Vereinen, die entweder bereits bei ihr auf dem Gardetreffen waren oder zumindest beim nächsten Mal kommen möchten.
Die Aktiventanzgruppe wächst inzwischen auch immer weiter und die ersten Turniere wurden wieder besucht. So konnte das 4.Internationale Stadtturnier in Herzogenrath in der Kategorie Aktive weibliche Garde gewonnen werden.
Hierauf kann man aufbauen und so stehen die nächsten Turniertermine bereits fest.
Die Session 2009/2010, die die Rheinflotte und Erftstadt-Köttingen leider erneut ohne eigene Tolitäten "bestreiten" müssen, brachte aber dennoch ein Novum hevor: Die besondere Freundschaft zu den Liblarer Klüttefunken und deren "Powerdreigestirn" führte zu Auftritten, die es in sich hatten. Ein ganz besonderes Hightlight war der Auftritt auf dem Prinzenempfang des Dreigestirns (Prinz Philipp [Uhle], Bauer Marcel [Klippel] und Jungfrau Pasy [Klippel]) - die Aktiven rockten zusammen mit dem jüngsten Dreigestirn im Rhein-Erft-Kreis fast eine halbe Stunde über die Bühne. Das Publikum forderte die Zugabe ein zweites Mal und speziel für die Jungfrau hatten die Aktiven ihren "Jodeltanz" noch einmal aufgelegt.
Die Aktiven-Tanzgruppe bestreitet weitere Turniere in der Umgebung um sich auf einen Start bei den Qualifikationsturnieren für die Deutschen Meisterschaften vorzubereiten. Neben guten Platzierungen kann die Aktiven-Tanzgruppe auch erste Turnieren (Alsdorf) wieder gewinnen.
Am 26.09.2010 heißt es in der Peter-May-Halle wieder: Herzlich willkommen zu unserem 3.Gardetreffen. Rund 500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene kamen zum 3.Gardetreffen in die Peter-May-Halle.
Der 20.11.2010 ist der Tag der Premiere des neuen Showtanzes der AKtiven. Auf der Herrensitzung des Festkommittees Köttinger Karneval zeigen die Mädels das erste Mal, was sie in einem Jahr Arbeit in der kommenden Session 2010/2011 im Showtanz auf die Bühnen im Rheinland bringen werden.
Aber nicht nur der Showtanz der Aktiven hatte Premiere. Die zweite Premiere an diesem Tag fand auf der Damensitzung der KG Klüttefunken in E-Liblar in der Aula statt. Die Aktivengarde trat zum ersten Mal gemeinsam mit der KG Klüttenfunken auf und tanze dabei zur Livemusik des Spielmannszuges der KG Klüttefunken.

Erftstadt im November 2010

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Premiere des neuen Schautanzes .

Die Generalprobe ging voll daneben. Wenn man also dem Sprichwort Glauben schenken durfte, dann musste die Premiere ein Erfolg werden.

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